Ist Facebook bald unnötig? Google+ gestartet

Es wurde ja schon lange darüber spekuliert, wie Google den Social Graph in die eigenen Suchergebnisse einfließen lassen könnte. Aber, dass sie gleich mit einem eigenen sozialen Netzwerk starten, dass in weiten Teilen wesentlich besser und innovativer als Facebook ist, damit hatte ich nicht gerechnet.

Ich habe jetzt drei Tage lang mit Google+ rumgespielt und ich bin unglaublich positiv überrascht. Die technische Umsetzung ist genial, die Usability sehr intuitiv, die Integration in bestehende Dienste gelungen, der Funktionsumfang riesig. Kurz gesagt, Google+ macht unglaublich viel Spaß. Demnächst wird die Testphase abgeschlossen sein und die Tore werden für alle Nutzer geöffnet.

Uns stehen spannende Monate bevor. Wenn Google+ kontinuierlich weiterentwickelt wird, ist Facebook nicht mehr der Branchenprimus.

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Die Gema ist noch nicht im digitalen Zeitalter angekommen

Das ist ja mal keine Aussage, die mich jetzt wahnsinnig gewundert hätte, aber dass nun sogar die Plattenfirmen öffentlich die Gema scharf kritisieren, finde ich fast schon ein wenig revolutionär. Damit haben wir nun eigentlich die Bestätigung, das Organisationen wie die Gema in der neuen digitalen Welt grundsätzlich reformiert werden sollten. Sie verhindern mit ihrem restriktiven vorgehen massiv den öffentlichen Fortschritt und blockieren interessante Marktmöglichkeiten. Ich bin ja generell für eine Einrichtung wie die Gema, jedoch gehört diese auf ein neues Fundament gestellt, das dem Heute gerecht wird.

Ich weiß aber auch, dass hier in den nächsten Jahren nichts passieren wird. Davon ist auszugehen…

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Ryan Taylor’s feuchte Hochgeschwindigkeitsphotos

Ryan Taylor hat auf Flickr ein paar echt geniale und spektakuläre Photos veröffentlicht. Er hat sich bewegende Flüssigkeiten in Bildern festgehalten und offenbart uns somit einen ungewohnten und ästhetischen Blick auf unsere Welt.

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Pornos auf dem Rechner? Nein? Dann wird es aber Zeit!

Es gibt den ehrwürdigen Beruf die Rechner fremder Leute zu durchsuchen – nämlich bei der Polizei. Hier landen alle Rechner, die bei Beschlagnahmungen anfallen und die die Beamten für einen tieferen Blick für würdig erachten. Es liegt nun in der Natur der Sache, dass diese Menschen einen sehr tiefen Einblick in die jeweiligen Festplatten bekommen und mit der Zeit bilden sich bei diesen Menschen Kategorien heraus, in die die verschiedenen Nutzer gesteckt werden. Grundsätzlich lassen sich in diesem Zusammenhang die Kohorten „verdächtig“ und „unverdächtig “ unterscheiden. Nun scheint es scheinbar so zu sein, dass Single-Männer als verdächtig gelten, wenn sich auf deren PCs keine Pornos befinden. Dies geht aus einem Bericht hervor, der dem Lawblog vorliegt.

Wer sich also nun keinen Verdächtigungen aussetzen möchte, sollte dringend einige legale Pornos auf seinem Rechner ablegen oder zumindest ein paar gängige Pornoseiten in die Favoritenleiste mit aufnehmen. Man kann das ganze ja auch noch weiter denken. Auf Grund  der Einführung der Vorratsdatenspeicherung sollte man gelegentlich auf einer Pornoseite vorbeischauen, um nicht als Terrorist oder ähnliches zu gelten. Vielleicht kann es sogar sinnvoll sein, wenn man den einen oder anderen Porno in petto hat, in dem vollbusige Darstellerinnen in knappen Beamtenuniformen auftauchen, um die Menschen bei der Kripo ein wenig Hoffnung auf einen interessanteren Arbeitsalltag zu bescheren.

Also: Sitzt nicht so doof vor dem Rechner und lest Blogs, sondern besorgt Euch Pornos!

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Aktives Bücherregal

Lustiges Stop-Motion-Video… Coole Idee…

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Fujitsu Lifebook mit Projektor

Fujitsu hat ein neues Notebook vorgestellt, in das direkt ein Projektor für Präsentationen integriert ist. Ob das nun wirklich Sinn macht oder nicht, kann ich derzeit noch nicht beurteilen, aber cool ist es in jedem Fall. Das Notebook besitzt zwar kein optisches Laufwerk, was man hier als Nachteil interpretieren könnte, dennoch gefällt mir das Gerät. Dieses Feature ist jetzt jedoch kein Grund sich sofort dieses Notebook zu kaufen. Bei Amazon kann man auch ganz einfach einen kleinen handlichen Projektor für die Jackentasche kaufen und diesen für spontane Präsentationen nutzen.

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Leg das Internet mal beiseite

Ich weiß wirklich nicht, wie oft ich am Tag meine Email checke, in meinen Newsreader schaue oder einfach sinnlos irgendwelche Informationen auf Facebook oder Twitter abrufe. Es ist wohl auch besser, dass es hier keine umfassende Statistik gibt, denn sonst würde ich wahrscheinlich ziemlich überrascht sein, wie viel Zeit mich das wirklich kostet… in diesem Sinne schalte ich das Inet und mein Handy für diesen Nachmittag einfach mal aus und lasse Euch mit einem tollen Video zum Thema zurück…

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China – Hochmut kommt vor dem Fall

Flagge china Dass China in der globalen Wirtschaft immer wichtiger werden wird, ist unumstritten und dass wir eine Partnerschaft mit den Ländern im Fernen Osten und Südosten brauchen, ist klar. Doch das rasante Wirtschaftswachstum verleitet die Schwellenländer dazu, dass diese Länder sich überschätzen und vielleicht auch ein fehlgeleitetes Selbstbewusstsein bekommen, das fast schon den Eindruck von Arroganz entstehen lässt. Doch Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall.

Der Klimagipfel von Kopenhagen hat gezeigt, dass die westliche Kultur zunehmend an globalem politischem und wirtschaftlichem Einfluss verliert. Das ist in erster Line eine Entwicklung, die sich schon vor Jahrzehnten angedeutet hat und die Gründe wurden in den Medien schon genug diskutiert. Generell kann ich auch nichts Schlechtes daran finden, denn eine florierende Weltwirtschaft nützt uns ebenfalls. Der relative Verlust von Macht ist für uns zwar auf den ersten Blick bedauerlich, aber grundsätzlich nur gerecht. Die Schwellenländer nehmen nun langsam den Platz in der Welt ein, der eher zu ihnen passt als die postkoloniale Ordnung.

Was mich mittlerweile nur wahnsinnig stört, ist die Arroganz mit der Indien und vor allem China auftreten. Hier geht es nicht mehr nur um die Wahrung ihrer Interessen, sondern häufig auch um die Düpierung des Westens. Wir sollten dem aber gelassen entgegentreten, auch wenn unser Wirtschaftswachstum, etc. nicht diese Wachstumsraten verbuchen kann. Unsere Systeme sind stabli, flexibel und bieten enormes langfristiges Potential. Hier liegt auch die Gefahr, die ich in dieser Arroganz der Schwellenländer sehe. Sie werden blind für die eigenen Schwächen und gerade China ist für mich ein Wackelkandidat. Die Systemfrage ist nicht geklärt und das Pro-Kopf-BIP zeigt, dass der größte Teil der Bevölkerung nicht vom schon etliche Jahrzehnte anhaltenden Wachstum fundamental profitiert. Zum Vergleich liegt der Pro-Kopf-BIP in der EU sieben mal höher. China ist zu großen Teilen ein rückständiges Land, das das Potential für schwere soziale Unruhen bereithält. Des Weiteren ist China de facto ein Vielvölkerstaat und die zunehmend überalterte Stammbevölkerung (Han-Chinesen) wird in Zukunft nicht mehr in der Lage sein, die wesentlich dynamischen Völker in China zu kontrollieren. Gerade die Uiguren zeigen regelmäßig, dass hier auch ein gewaltiges Konfliktpotential schlummert. Derzeit werden sie alle noch von den Früchten des Wachstums bei Laune gehalten, doch bekanntlich dauert kein Wachstum ewig und dann werden diese Probleme mit einer ungeheuren Wucht hervortreten.

Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist die Ausrichtung der chinesischen Wirtschaft. Trotz großer Bemühungen ist es noch nicht gelungen diese auf einen langfristigen Erfolg zu trimmen. Selbst massive staatliche Eingriffe haben hier nicht wirklich etwas geändert. Grundsätzlich wird die chinesische Wirtschaft immer noch von westlichen Konsumenten und Unternehmen angetrieben. Der Wissenstransfer (oder auch die massive Industriespionage) sind nur eine für uns ärgerliche aber zum Glück punktuelle Erscheinung. Grundsätzlich macht sich China schwer eigene Innovationen hervorzubringen. Noch sind sie Follower – keine Leader. Das ist mit Blick auf die Nachhaltigkeit ein Problem für China, denn wer soll die Unternehmen davon abhalten in ein paar Jahren einfach wo anders zu produzieren?

Dazu kommen dann noch die vielen negativen Nebenerscheinungen, die mit einem solchen Wirtschaftswachstum immer Hand in Hand gehen.  Wenn so viel Kapital akkumuliert wird, bilden sich zwangsläufig Spekulationsblasen, wie sie derzeit auf dem Immobilienmarkt in den Städten Chinas vermutet werden. Wenn diese platzen, bedroht das den gesamten Finanzsektor, der zu großen Teilen dann das weitere Wachstum nicht mehr finanzieren könnte. Eine weitere negative Begleiterscheinung ist die gesellschaftliche Schichtung, die an die Frühphase des europäischen Kapitalismus erinnert und damit die ohnehin schon bestehenden sozialen Spannungen fördert.

Grundsätzlich ist es ja richtig, die eigenen Interessen zu vertreten, aber dennoch sollten wir gemeinsam an einer globalen Zukunft arbeiten. In diesem Kontext ist kein Platz für die Arroganz, wie wir sie in den letzten Jahren des Öfteren erlebt haben. Hochmut kommt vor dem Fall und bei einem Fall Chinas könnte das zur globalen Katastrophe auswachsen.

Foto: © vege – Fotolia.com

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Buchtipp: Daniel Kehlmann – Ruhm

cover_kehlmann_ruhm Als ich in der Buchhandlung stand, war ich mir nicht sicher, ob ich dieses Buch mitnehmen sollte. Auf den ersten Blick erschien es mir ein wenig naiv geschrieben und ich hatte nicht den Eindruck, dass es sich hierbei um einen großen Wurf handelt. Weil es aber nur neun Euro gekostet hat, ich einen Gutschein hatte und die zweihundert Seiten Text schnell gelesen sind, habe ich es dann doch einfach mal mitgenommen.

Nun habe ich diesen Roman in neun Geschichten gelesen und bin mir immer noch unschlüssig, was ich davon halten soll. Auf den ersten Blick sind die einzelnen Geschichten, die von verschiedenen Personen handeln, die miteinander in indirekter Verbindung stehen, eher etwas langweilig und nur selten geistreich oder humorvoll. Auch die in vielen anderen Rezensionen angesprochene Thematik von Fiktion und Wirklichkeit finde ich zu oberflächlich. Dennoch muss ich sagen, dass dieses Buch mich mehr beschäftigt hat als viele andere ähnliche Werke.

Das Besondere ist nicht die Sprache oder die Idee, sondern die verborgene Thematik der Identität der verschiedenen Personen. Die Darstellung der menschlichen Identitäten und deren oftmals fragile Beschaffenheit finde ich sehr gut herausgearbeitet. Auch die kritische Betrachtung der eigenen Identität der einzelnen Handelnden ist interessant und regt zum Nachdenken an. Es gibt Menschen, die gerne jemand anderes wären, die ein Doppelleben führen oder deren Identität zerstört oder gestohlen wird.

Gedanklich reizender Stoff, der nur von Lesern mit tiefgründigem Interesse an der Materie einen nachhaltigen Wert bietet! Sonst eher leichte Kost mit Unterhaltungswert.

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Buchtipp: Scholl-Latour – Afrikanische Totenklage

Es gibt wenige deutsche Journalisten, die in den vergangenen Jahrzehnten so viel erlebt haben wie Peter Scholl-Latour. Häufig besuchte er den Schwarzen Kontinent und war hier Zeitzeuge der letzen Phase des Kolonialismus als die afrikanischen Länder in die Freiheit entlassen wurde. Zu Beginn des Jahrtausends besuchte er den Kontinent erneut und brachte eine Fülle neuer Eindrücke mit, die er in seinem Buch „Afrikanische Totenklage“ mitteilt.

psl_afrika_cover  Zugegeben – dieses Buch von Peter Scholl-Latour ist kein Buch für schwache Nerven, sondern zeigt die dunkelsten Seiten des Schwarzen Kontinents. Kriege, Völkermorde, Diktatoren und humanitäre Zustände, die für uns verwöhnten Europäer grundsätzlich unvorstellbar sind. Als politischer Journalist legt der Autor den Schwerpunkt natürlich auf diese Themen, doch an sehr vielen Stellen bietet er auch einen tiefen Einblick in die verschiedenen Kulturen und die Mentalität auf diesem Kontinent. Das Buch strukturiert sich entlang der einzelnen Länder, die besucht wurden und bietet zudem auch regelmäßig eine Rückblende in die Vergangenheit, als der Autor die Länder zu Zeiten der Dekolonialisierung bereist hat. Die wichtigsten aktuellen Brennpunkte, die die Zukunft Afrikas entscheiden werden, hat der Autor auf seiner Reise bedacht und analysiert scharf die Hintergründe und das Geflecht, das sich hinter den meisten Vorgängen in Afrika verbirgt.

Dieses Buch ist sehr eindrucksvoll geschrieben und die gewaltige Lebenserfahrung, die Scholl-Latour auf seiner Reise sammeln konnte, erlaubt Einblicke in diesen Kontinent, die sich Außenstehenden sonst nicht eröffnen. Die einzelnen Geschichten, die der Autor erlebt hat sind sehr klar beschrieben und man fühlt sich nicht selten mitten in die Szene versetzt, wenn der Autor gerade ein Abenteuer erlebt oder einfach nur eine interessante Diskussion führt.

Das Buch ist für Personen, die gerne über den gesellschaftlichen Tellerrand hinausblicken, sehr empfehlenswert. Die Entwicklung Afrikas ist auch von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung Europas und alleine deshalb ist das Buch wichtig. Neben diesen gesellschaftspolitischen Aspekten beeindrucken die vielen Abenteuer, die spannend zu lesen sind und den Horizont in jedem Fall erweitern. Die Grausamkeiten im „Herz der Finsternis“ werden teilweise so drastisch beschrieben, dass sich die eigene Sicht auf die Welt verändert.

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